Heartbeats

Who dances with all their hearts, will catch the fire of their souls infinite passion.
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Hier gewähre ich euch Einblicke in meine bunte Gedankenwelt.
Viel Spaß mit meinen Mini-Blogs!

Gedankenreise 1 - Tanz 

Gedankenreise 2 - Schauspiel

Gedankenreise 3 - Gesang

Gedankenreise 4 - Musik

You're allowed to feel special. ALWAYS.

Gedankenreise 5 - Was ist Theater?

Theater rüttelt wach. Bringt uns Menschen dazu gewisse Ansichten in Frage zu stellen... besonders die "Aber das macht man so..."-Rechtfertigung wird hier immer wieder unter die Lupe genommen. Warum Handeln wir oft so, wie es uns beigebracht wurde und wieso hinterfragen Menschen oft nur wenig - und wenn, tun wir es dann auch gründlich genug?

Das Theater berührt uns im besten Falle für immer. Es kann höchst politisch und realitätsnah sein - aber auch die beste Möglichkeit bieten, um mal in eine andere Welt abzutauchen. Interpretationsfreiraum ist bei Kunst ein fundamentaler Begriff, denn jeder Zuschauer nimmt was anderes aus einer Vorstellung für sich mit, versteht anders.

Zu lachen, zu vergessen, zu realisieren.

 Das alles ist Theater. Es ist für die Menschen da. Wiederspiegelt ihre jetzigen Lebensauffassung, Ansichten, Gefühle, Denkweisen, Erinnerungen, Hoffnungen und Wünsche. Ich beschreibe die Kunst gern als den lebenden, sichtbar-gewordenen, flüchtigen Zeitgeist.

Macht brauchst Du nur, wenn Du was Böses vorhast.
Für alles andere reicht Liebe um es zu erledigen.
- Charlie Chaplin

Gedankenreise 6 - Was ist Kunst noch?

Theater gehört zu den ältesten Künsten, die den Menschen zu dem machen was er ist. Kunst ist Kommunikation. Inspiration. Verstehen. Lernen.

Ich spreche hier nicht nur vom typischen Theater... um hier mal Peter Brook zu zitieren:
"Man kann jeden Raum in eine Bühne verwandeln, alles was man dazu braucht ist ein Protagonist und einen Zuschauer." 

Ich finde diese Idee sehr schön. Sie ist so einfach, ehrlich... ja, sogar innig. Mir wurde die wahre Aussage erst richtig klar, als ich auf einem alten Holzstuhl vor meiner Oma, die sehr geschwächt im Bett lag saß. Sie konnte nicht mehr so viel sprechen... die Energie hatte sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Irgendwann konnte ich leider auch nichts mehr erzählen, mir kamen meine Geschichten und Probleme so belanglos vor. Ich war Ideenlos. Doch Not macht ja bekanntlich kreativ und aus der Stille kommt die Kraft... Schon hörte ich mich zu ihr sagen: 
"Aber ich kann für dich singen??" 
Oma antwortete darauf mit leiser Stimme: "Es ist immer schön, wenn du singst..."

Da wurde mir bewusst: 
Kunst ist da um glücklich zu machen, zu helfen, nicht um perfekt zu sein. Sie hilft durch schwere Zeiten. Sie macht alles erträglicher, wenn auch nur für einen kurzen Moment.

Man liebe die Kunst in sich,
nicht sich in der Kunst.
- Konstantin Stanislawski

Gedankenreise 7 - Das Verhältnis zwischen SchauspielerIn & Rolle?

Es ist eine Gradwanderung. Ich schöpfe aus meinen Erinnerungen an bereits erlebten Gefühlen, wie auch aus meiner Fantasie, um Figuren entstehen zu lassen.

"Acting is behaving truthfully under imaginary circumstances." - Sanford Meisner

Ich fühle immer, wie die Rolle zu mir kommt. Es ist so, als würde ich sie kennenlernen und erforschen. Neugierde und Mut zum Scheitern sind hier die Schlagwörter.

Gedankenwelten und der Text...
Hier gibt es zwei Parallelwelten zu erarbeiten:

1. Den Subtext für Gefühle = meine Gedanken, um zu gewünschten Emotionen zu gelangen
2. Den Subtext des gesprochenen Textes = (von mir vermutete) Gedanken der Rolle

Ein weiterer kleiner Prozentsatz ist gedanklich an Technik & Kontrolle gerichtet (bestenfalls schon automatisiert). Nicht viel mehr, sonst würde das Bewerten während dem Spielen stattfinden, was zum Tot jeder authentischen Rolle führt.

Fazit:

Ja, die Gefühle spüre ich größtenteils echt, doch hab ich nicht die gleiche Meinung und Lebenseinstellung, wie die zu verkörpernde Rolle. Ich versuche aber die Psychologie der Figur rauszufinden, also wie sie denkt und warum sie so handelt - DAS ist der wichtige Unterschied zwischen SchauspielerIn und Figur und sollte auch jedem/r ZuschauerIn bewusst sein!
WICHTIG!
Der/Die SchauspielerIn ist NICHT die Rolle!! 

Schauspiel = ein gezieltes Hervorrufen von gewünschten Emotionen zu einem bestimmten Zeitpunkt und diese auszudrücken, wie es dem fiktiven Charakter am ehesten entspricht.

Nur wer nicht geliebt wird hasst. 
Nur wer nicht geliebt wird.
- Charlie Chaplin

An Michelle Bergé